Aktuelles Französisch 2022-2023

Theaterbesuch der Abibac-Klassen: „Le malade imaginaire“ von Molière

Am Dienstag, dem 18.10.2022, besuchten einige Schüler*innen der Abibac-Klassen aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 das Theaterstück „Le malade imaginaire (Der eingebildete Kranke)“ von Molière in französischer Sprache.  

In dem Stück geht es um einen Vater, der sich einbildet, schwer krank zu sein, und der seine Tochter gegen ihren Willen mit dem Sohn eines Arztes verheiraten will. Die im Amerikahaus von der „American Drama Group“ vorgestellte Komödie aus dem Jahr 1673 wurde von fünf internationalen Schauspieler*innen inszeniert und mit viel Spielfreude aufgeführt. Durch die Komposition aus dem originalen Text und der modernen Interpretation und Verbildlichung wurde eine ganz besondere Atomsphäre geschaffen. Die Bühnenkünstler*innen nahmen mehrere Rollen ein und gaben den Figuren vor allem durch Ausdruck, Mimik und Gestik eine einzigartige Persönlichkeit. Während der Aufführung wurde viel gelacht mitgefiebert und gestaunt. Nach der Vorstellung bot sich den Schüler*innen die einmalige Gelegenheit, mit den Schauspieler*innen zu sprechen, was auf dem Foto festgehalten wurde.

Im Theater wird Kunst, Sprache und Gemeinschaft vereint. Durch den Theaterbesuch im Rahmen der Abibac-Klasse wird Bildung auf eine Art vermittelt, die meistens im Schulunterricht keinen Platz findet. Den Schüler*innen wird eine Möglichkeit gegeben sich auch außerhalb des Unterrichts gemeinsam mit der französischen Sprache zu befassen.

Elisabeth Döbereiner, Kursleiterin, und Joy Bepari, Q11


Besuch der Ausstellung „JR : Chronicles“ in der Kunsthalle München

Freitag, 7. Oktober 2022:
Auf dem Stundenplan des Kurses 2f2 der Q12 steht eine Doppelstunde Französisch, aber der Unterricht darf an diesem Tag außerhalb des Klassenzimmers stattfinden, genauer gesagt in der Ausstellung „JR : Chronicles“ in der Kunsthalle München.

Die Kursteilnehmer*innen befassten sich bereits im Vorfeld im Rahmen des Themenbereichs „Cultures et médias“ mit der Frage „Qu’est-ce que l’art?“ (Was ist Kunst?) und nahmen dabei auch moderne vergängliche Kunst unter die Lupe, zunächst einige Werke des französischen Graffiti-und Landart-Künstlers Saype und anschließend insbesondere diverse Aktionen des französischen Fotografen und Street Art-Künstlers JR, der vor einigen Jahren treffend feststellte: „Ich besitze die größte Galerie der Welt – die Mauern der Stadt!“

In der Kunsthalle München findet derzeit die bisher umfassendste Retrospektive des 1983 in Paris geborenen Künstlers JR statt. International bekannt wurde er durch seine überlebensgroßen Fotoplakate, die den Blick der Betrachter auf die Welt verändern sollen. Seine Kunstobjekte verbindet JR inhaltlich stets mit zeitgeschichtlichen Themen, um beispielsweise auf Vorurteile aufmerksam zu machen. Die mehrsprachige multimediale Ausstellung in der Kunsthalle lässt die Besucher nicht nur anhand von Fotos, sondern auch mittels Videos und sehr anschaulich auch durch großflächige Plakatierungen in JRs vergangene und aktuelle Projekte eintauchen. In der optionalen Audiotour erläutert JR den Besuchern die spannenden Entstehungsgeschichten seiner Werke. Die Ausstellung spannt den Bogen von seinen frühen illegalen Aktionen bis hin zu seiner jüngsten Aktion „Valeriia“, eine Solidaritätsaktion für die Ukraine, die nach Lwiw, Paris und weiteren Städten Ende August 2022 auch am Münchner Odeonsplatz stattfand.

Die Kursteilnehmer*innen suchten in der Ausstellung ihre persönlichen Highlights, über die sie in der darauffolgenden Französischstunde kurz referierten und zu interessanten Diskussionen anregten.

Kurs 2f2 (Kursleiterin A. Thomsen)


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